Claude Lanzmann war ein guter Freund der Beauvoir Schwestern Hélène und Simone

Claude Lanzmann im Gespräch mit Galerist Hammer in der FU Berlin anl. der Gratulation zu seinem 90. Geburtstag. In seinem "Patagonischen Hasen" hat er ab Seite 456 alle Fragen über die Briefe SartreSimone bzgl. Hélène geklärt. Wir dankten ihm dafür !
Lanzmann signiert "Les temps modernes" von 1963 mit einer großen Laudatio über Hélène de Beauvors Malerei. Über das Buch " Die Malerin Hélène de Beauvoir" freute er sich :" Oh, Hélène ! die Schwester von Mone "
Ferrier über Hélène de Beauvoir. Redaktion : Lanzmann, Sartre, Simone de Beauvoir, Bost u.a.1965 signiert von Lanzmann 2015
Beim Signieren mit dem Galeristen Hammer
Die Künstlerin Pilar Hammer mit Claude Lanzmann
Über ein Foto der Lesung des Förderkreis Hélène de Beauvoir aus seinem Buch freute sich Lanzmann und signierte das Foto mit der Schauspielerin Eva Sixt
Das signierte Foto mit Text !
Eva Sixt liest. Foto : Wolfgang Brachinger

 

Eine hochwertige Veranstaltung zum 90. Geburtstag Lanzmanns

war am

Donnerstag, 12. November 2015 um 19:30 Uhr im Literaturcafé Spiegelgasse 8, 93047 Regensburg in Zusammenarbeit mit dem
Förderkreis Hélène de Beauvoir e.V.

Lesung mit Eva Sixt aus „Der Patagonische Hase“ von Claude Lanzmann

„Da liegt der Hase im Pfeffer“.
„Der Patagonische Hase“ ist ein Zeitdokument der besonderen Art. In dieser Autobiografie erzählt Claude Lanzmann , z. Zt. Herausgeber von "Les temps modernes", jahrelanger  Lebensgefährte von Hélène de Beauvoirs Schwester Simone de Beauvoir, über den Film Shoa, über Jean Paul Sartre und seinen Freundeskreis aus nächster Nähe und den Hintergrund der Veröffentlichung des Briefverkehrs der jungen Sartre/Simone.

Eva Sixt, schon eine Expertin mit Hélène de Beauvoir ! Zur Deutsch- Französischen Feier im Nürnberger Heilig Geist Haus wurde Sie für ihre Lesung über die Malerin Hélène de Beauvoir zu Recht gefeiert.

Hélène de Beauvoir mit ihrer Schwester Simone de Beauvoir bei einer Vernissage Hélènes.
Titel von Marie Claire 1986, links Hélène, rechts Simone, Mitte die Mutter der beiden Hochbegabten.. Aus dem Hélène de Beauvoir Zimmer im berühmten Hotel Orphee, Großes Haus, Regensburg

Simone de Beauvoir über die Malerei ihrer Schwester aus dem Brest Katalog (Große Retrospektive 1975)

(Endlich übersetzt hier !)

Meine Schwester lebt nicht mehr in Paris. Ihr Ehemann ist gegenwärtig Mitglied im Europarat der in Straßburg seinen Sitz hat. Sie haben in einem Dorf im Elsass einen alten Bauernhof gekauft aus dem sie ein gemütliches und charmantes Haus gemacht haben. Von morgens bis abends, sogar im Winter wenn es sehr kalt ist, schließt Sie sich dort  in ihrem Atelier ein und malt. Sie hat immer die Beschränkung der Imitation und die Trockenheit der Abstraktion abgelehnt und dadurch immer geschickter ein Gleichgewicht zwischen Erfindungen und Realität gefunden. Ich habe nicht ihre Ausstellungen in Haag und in Tokio gesehen die sehr erfolgreich waren. Aber ich mochte ihre Gemälde sehr die von Venedig inspiriert waren und die sie 1963 in Paris präsentierte und noch ein bisschen mehr die Bilderreihe, mit der sie an die Feste und Tragödien im Mai '68 erinnert. Seit langem macht sie ausgezeichnete Kupferstiche und die Illustrationen für 'La Femme rompue' , die sie zur selben Zeit wie ihre feinsinnigen Aquarelle ausstellte sind ihr perfekt gelungen. Vor kurzem hat sie eine interessante Maltechnik auf Plexiglas und Polyester erfunden ohne die Ölmalerei aufzugeben. Sie kann all diese Tätigkeiten gleichzeitig ausüben, weil sie sich fast nie eine Auszeit gönnt. Im Sommer arbeitet sie in einem großen sonnendurchfluteten Atelier in ihrem Haus in Trebiano in Italien. Wir treffen uns ziemlich oft in Paris und manchmal komme ich zu ihr, um ihre neuesten Bilder und die Rosen in ihrem Garten zu sehen.
Seit langem wünschen meine Schwester und ich, dass sie etwas Unveröffentlichtes von mir illustriert: es hat sich davon nie etwas das kurz genug war, gefunden. Doch die Erzählung, die dem Buch seinen Namen gibt : 'La Femme rompue' hatte diese gewünschten Maße und inspirierte sie zu bildhübschen Kupferstichen. Mein Wunsch war, der Öffentlichkeit  diesen Band in begrenzter Auflage vorzustellen, von uns beiden signiert, und meinen Text zusammen mit den Kupferstichen meiner Schwester in einer Ausgabe von 'Elle'  zu präsentieren.

Simone de Beauvoir.

Aus dem Katalog Brest, 1975

Übersetzung : Veronika Scheitler

Venise

"Sartre in Venedig." Aus dem Katalog der großen Retrospektive Hélène de Beauvoirs in Brest 1975, wo unter vielen Werken ihre großen Ölbilder mit Thema Venedig gezeigt wurden. Auch Simone hat zwei bisher unentdeckte Texte dafür verfasst. Text Sartre unten.

Sartre verbarg nie seine Sympathie für die Malerei von Hélène. So beginnt die Laudatio im Katalog von Brest der mit dem kongenialen Text Sartres "Aus meinem Fenster " endet.''Das Wasser ist zu brav, man hört es nicht. Voller Verdacht beuge ich mich vor : der Himmel ist hineingestürzt. Das Wasser wagt kaum sich zu bewegen und seine Millionen von Falten wiegen undeutlich die graue Reliquie, die wechselhaft leuchtet. Im Osten dort hört der Kanal auf, der Anfang der großen milchige Pfütze, die sich bis Chioggia ausbreitet : aber eigentlich entspringt dort das Wasser : mein Blick weicht von einer Verglasung ab, rutscht hinab und verliert sich, in Richtung Lido, in ein trübseliges Weißglühen. Es ist kalt; ein miserabler Tag kündigt seine weißen Kreiden an; ein weiteres Mal hält sich Venedig für Amsterdam, seine graue Farblosigkeit in der Ferne sind Paläste. Es ist so hier : die Luft, das Wasser, das Feuer und der Stein hören nicht auf, sich miteinander zu vermischen oder ihren Platz, ihre Natur oder ihre natürlichen Orte auszutauschen, Quatre coins oder Chat perché zu spielen, alte Spiele, denen es an Unschuld mangelt; man nimmt an der Übung eines Illusionisten teil...''

 

Übersetzung : Sophie Reyjal

Die Malerin Hirmer Verlag München. Die Malerin Hélène de Beauvoir. Residenz Winkler, Aschau, Chiemgau
Augenschmaus und Gaumenschmaus - der berühmte Kochkünstler Winkler, Aschau, begeistert von der französischen Malerin, bei der Feier eines Sammlerehepaars

"Nie ganz abstrakter Pluralismus der Stile. Fast postmodern. Interessant, um das Mindeste zu sagen." Ulrich Clewing 2014 in der Weltkunst, Kunstmagazin der ZEIT,

über die Malerei von Hélène de Beauvoir

Ein wunderbares Ölbild von Hélène de Beauvoir. Akt auf Pferderücken ! Öl auf Holz. 1965. 90 x 120 cm.

Vortrag : Ein besonderer Fund ! Pariser Kunstszene um 1950 !  Hier klicken.

 
Die Mitarbeiterin der Galerie Hammer Frau Nicole Bezold M.A. hat in einem Bildvortrag für die Versammlung des Freundeskreises Hélène de Beauvoir über zwei Vernissagen von Hélène de Beauvoir und ihren zahlreichen berühmten Gästen 1951 und 1952  in Paris  erzählt.. Der einmalige Fund des Gästebuchs ermöglichte einen hochinteressanten Einblick in die damalige Pariser Kunstszene.

 

 

Nicole Bezold (Mitte) mit Vorstandsmitglied Kodisch
Nicht nur Sartre und Simone , (Hélène rechts) , der französische Präsident sowie die Schwestern Colette, Picassos Gefährtin Dora Maar und weitere Pariser Prominenz u.a. Alberto Giacometti, Philippe Soupault uvm. waren da.
Die äusserst sympathische und kompetente Ministerin Emilia Müller vor einem Meisterwerk von Hélène de Beauvoir mit dem Galeristen Ludwig Hammer
"Die Wäscherinnen " Öl auf Leinwand, siehe farbig oben hinter der Ministerin Emilia Müller, hier beim Entstehen 1958 mit der Malerin Hélène de Beauvoir

La France en Allemagne

Die Staatsministerin Emilia Müller und der französische Generalkonsul Jean-Claude Brunet eröffneten die Ausstellung im Dezember : "Das malerische Lebenswerk" in München

Der französische Generalkonsul Jean-Claude Brunet mit dem Galeristen (rechts)
Die Donaupost berichtete gestern groß über eine Seite und einfühlsam über das neue Buch von Frau Dr. Sagner, München, über Hélène de Beauvoir.

Die SZ besprach am 20. Januar 2015 in der Rubrik Literatur "Mit Sartre im Kino" das Buch die "Souvenirs". Sandmann Verlag, München. (Der Text, neu übersetzt, ist eigentlich von Marcelle Routier nach Gesprächen mit Hélène. (Wie gewohnt hat Hélène, bescheiden wie Sie war, dabei fast nie ihre berühmten Freunde erwähnt sondern unterhaltsame Anektoden erzählt die viel über ihre Zeit und ihr Leben aussagen.)

Aus : Happinez, S. 74

Die Malerin Hélène de Beauvoir im BR !

BR Die Malerin Hélène de Beauvoir Klicken Sie hier !

MZ Regensburg berichtet. Klicken Sie hier !

Im Atelier immer gegenwärtig. Ihr Freund Sartre. Noch 1975 schrieb er einen begeisterten Text, ein literarisches Meisterstück zu ihrer Malerei.
Zu den Besten von der SZ erwählt : Die Malerin Hélène de Beauvoir

Der BR , SZ, TZ und MZ berichteten über die Ausstellung. Autorin und Herausgeberin Dr. Sagner war ebenso anwesend wie der franz. Generalkonsul und Ministerin Emilia Müller.

Die Vernissage am 08.12.14 um 19 Uhr im INSTITUT FRANÇAIS MÜNCHEN, Kaulbachstraße 13, 80539 München war ein hochkarätiges Ereignis.

Galerist Hammer, Institutsl. Thorel, Frau GK Brunet, Staatsministerin Emilia Müller, Prof. Dr. Nahr, Autorin Dr. Sagner, Frau Murtfeld,  Hirmer VL Herr Zuhr, Generalkonsul J.C. Brunet

Hélène vor einem ihrer beeindruckenden Ölgemälde in der Galerie Hammer 1994. Vorher hatte Sie in München im Stadtmuseum einen vielbesuchten Vortrag über die Rolle der Frau in der Kunst gehalten. Im Französischen Kulturinstitut München war der 84 jährigen schon damals eine große Ausstellung gewidmet.

Die Zeitschrift "Happinez" bringt einen 8-seitigen, sehr guten Artikel im neuen Mindstyle Magazine (Nr. 7, 2014) über Hélène de Beauvoir !

Zu sehen ist das Bild "Un berger du Larzac" ("Ein Schäfer des Larzac"), Goxwiller, Nov. 1978 Mit diesem Werk engagierter Malerei protestiert HdB gegen die Zerstörung eines Naturschutzgebiets.

Art : Das großartige Kunstmagazin über Hélène de Beauvoir ! Natürlich konnte Hélène noch nichts über die unveröffentlichten Briefe wissen. Claude Lanzmann hat das im Buch " Der Patagonische Hase" gut geklärt !

art - das Kunstmagazin - hier klicken !

"Nie ganz abstrakter Pluralismus der Stile. Fast postmodern. Interessant, um das Mindeste zu sagen." Ulrich Clewing 2014 in der Weltkunst, Kunstmagazin der ZEIT, Nr. 88, S. 134,  über HdB

Sonntag  20.07.2014  13:30 bis 14:00 Uhr. Bayern 2 : " Die Malerin Hélène de Beauvoir und der Regensburger Galerist Ludwig Hammer " Bayern - Land und Leute. Von Ute Mings

Die Sendung hören Sie hier

Hirmer Verlag, München ! Die Malerin Hélène de Beauvoir. Ein hochwertiger Kunstband ! Von Dr. Karin Sagner meisterhaft geschrieben ! Viele neue bisher unbekannte Abbildungen !

Der WDR 3 berichtete am 06. 06. 2014 über das neue Buch über Hélène de Beauvoir! In der ARD-Mediathek findet sich eine von Eva Hepper verfasste Buchrezension (Radiosendung WDR 3 vom 06.06.2014)

Das Frankreich Magazin berichtet in seiner aktuellen Ausgabe 2014 s.u.

AD würdigt in der aktuellen Maiausgabe in einem großen bebilderten Artikel S. 108 - 115 die Malerin HdB !

Die spannenden Erinnerungen (Souvenirs) der Malerin Hélène de Beauvoir von Autorin und Herausgenberin Karin Sagner. Ein Buch über das jetzt viel gesprochen wird. Die SZ schrieb darüber am 20.01.20

Sie erzählt ihr spannendes Leben, Aufstieg und Engagement zeitgleich mit ihrer Schwester Simone de Beauvoir, Diplomatenleben in vielen Ländern, Künstlerfreundschaften u.v.m.

Die neueste Vogue schreibt : Wiederentdeckt : Das malerische Werk von Hélène de Beauvoir

Am 5.5. um 19 Uhr las Dr. Sagner im DEZ Regensburg aus den neuen Büchern über die Malerin Hélène de Beauvoir !!

Artikel "Kleine Schwester", große Malerin
Artikel aus der Landshuter Zeitung, 24.07.2013
2407_Mugg Kopie.pdf
PDF-Dokument [272.7 KB]
Artikel in Aviso
aviso_8-9.pdf
PDF-Dokument [141.8 KB]

Aviso, Zeitschrift des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Artikel in der Süddeutschen Zeitung

Kunst fürs Treppenhaus ?

"Bilder fürs Treppenhaus" betitelte die SZ ihren großen Artikel über HdB. 1965 sollten Hélènes Bilder in einer Ausstellung gezeigt werden. Auf die Frage: "Wo sollen ihre Bilder gehängt werden? Die abstrakten Gemälde hängen im Erdgeschoss - die gegenständlichen im 1. Stock!" antwortete Hélène de Beauvoir: "Wenn das so ist, dann hängen sie meine Bilder ins Treppenhaus !" 

Süddeutsche Zeitung, Artikel
Kunst fürs Treppenhaus_Artikel_SZ.pdf
PDF-Dokument [499.6 KB]
Süddeutsche Zeitung, 22.11.2012
"Die letzten Geheimnisse der Künstlerin"
Die Mittelbayerische Zeitung berichtet über die Übergabe am 07.Februar 2013
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hier der Artikel zum Download
2013-02-07-MZ-Hélène.pdf
PDF-Dokument [214.9 KB]

Dr. Bernhard Lübbers, Leiter der Staatlichen Bibliothek Regensburg, übernimmt wichtige Dokumente und Briefe von Hélène de Beauvoir.

Dr. Lübbers, Leiter der Staatlichen Bibliothek, Regensburg

Herr Dr. Lübbers, (bitte Name klicken) mit dem Galeristen bei der Übergabe an die Staatliche Bibliothek Regensburg

 

Auf Vermittlung der Galerie und der Anregung von Dr. Lübbers kommen nun viele Fotos, Briefe und Daten über die Eltern Bertrand de Beauvoir (Vater, Avocat) und Therese Lucie Brasseur (Mutter ) die Schwestern Simone, Schriftstellerin und Hélène de Beauvoir,  Malerin, in die Staatliche Bibliothek Regensburg, wo sie archiviert, wissenschaftlich erschlossen und der internationalen Forschung zur Verfügung gestellt werden.

J.P. Sartre flüchtete 1964 (Nobel Preis) mit Simone vor den Journalisten zu Hélène de Beauvoir nach Goxwiller. Jetzt erinnert ein Brunnen dank der Familie Dr. Murtfeld daran.

Die Galerie Hammer konnte die Nr. 201 "Les Temps Modernes" von 1963 erwerben! Auf über 7 Seiten wurde darin die Ausstellung von Bildern von Hélène de Beauvoir in der Galerie Synthese in Paris "Variationen über Venedig" von Ferrier beschrieben !

Dora Maar, s.u., Muse und Freundin von Picasso wie Hélène de Beauvoir besuchte die Vernissage von Hélène de Beauvoir 1951 in der Galerie 55, Paris.

Viele bekannte Künstler wie Alberto Giacometti, Merleau-Ponty, Aragon, Tzara, Soupault, Sarraute, Dora Maar, da Maia, u.v.m. waren 1951 bei der Vernissage von Hélène de Beauvoir dabei.

Schon1936 erschien der damals schon weltberühmte Pablo Picasso bei der ersten Vernissage von Hélène de Beauvoir und lobte Sie für ihr ausgestelltes Werk.

Nicht nur 1960 stellten Hélène de Beauvoir und Pablo Picasso zusammen im Salon de Mai aus.

Marilyn Monroe und Hélène de Beauvoir. In "Epoca" vom 14. Juli 1953. Questa nostra epoca, Arte : "Hélène de Beauvoir"

Staatsministerin Emilia Müller hat der Monographie über Werk und Leben von Hélène de Beauvoir, das im Hirmer Verlag, München erschien, ein Grußwort gewidmet.

Staatsministerin Emilia Müller

 

Grußwort

 

Helene de Beauvoir

 

Eine Künstlerin aus Paris, die unter der Sonne des Mittelmeers entscheidende Anregungen empfangen hat, lernt in Yokohama einen deutschen Galeristen kennen, der ihr Werk in die Oberpfalz führt, nach Regensburg: Das ist Helene de Beauvoir. Ebenso ist sie eine Künstlerindie schon früh auf sich aufmerksam macht, dann in den Schatten ihrer Schwester gerät und schließlich aus diesem Schatten heraustritt.

 

So ist ihre Geschichte auch die Geschichte einer Emanzipation: Helene löst sich von Konventionen, engagiert sich für den Feminismus, für die Bewahrung der Umwelt - und zuletzt löst sich ihr Werk von ihr selbst.

Gewiss ist das Denken Helenes ebenso faszinierend wie ihre intensive Beziehung zu ihrer Schwester, ihr ständiger Dialog mit Sartre und mit ihrem Mann, Lionel de Roulet, einem der führenden Intellektuellen Frankreichs.

Aber ihr künstlerisches Werk besteht, unabhängig von ihrem Esprit, auch für sich.

 

Davon macht uns dieses Buch ein Bild, und dafür bin ich Ludwig Hammer dankbar. Helene ist es wert! Wir spüren die Vielseitigkeit und Offenheit dieser Frau, wir sehen ihr handwerkliches Können und ihre Freude aFarben und Konturen, an Reduzierung und am Rhythmus der Form.

 

Simone schreibt in einem Brief vom Dezember 1960 an ihre Schwester, dass "tous les gens qui viennent tombent en arret devant ton tableau", und sie übertreibt wohl nicht: Helene gelingt es immer wieder, Betrachter zu überraschen und plötzlich innehalten zu lassen.

Machen auch wir uns die Freude- "pour tomber en arret!

Oben - Hélène mit ihrem Gemahl Lionel im Museum. In Kriegszeiten,wo Sie 1943 heirateten, in guten und schlechten Jahren bis zu seinem Tod 1990 waren sie ein vorbildliches Ehepaar.